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Wirtschaft

Renaissance der Kernenergie denkbar und machbar! – Gedanken zur Woche

25. Juli 2019

Kein Mensch, der bei klarem Verstand ist, wird sein Arbeitsverhältnis, seine Wohnung, seine Versicherungen usw. kündigen, ohne sich zuvor durch neue Verträge abgesichert zu haben, die sich lückenlos an die vorangegangenen anschließen, um diese abzulösen.

Es gibt aber auch Unbedarfte und Unbesorgte, die unüberlegt und spontan handeln und das Weitere dem Zufall überlassen, ohne zu wissen, wie es weitergehen soll, und da muss man gar nicht mal so weit gehen, wenn man an die “Energiewende” denkt.

Der spontane Entschluss zur “Energiewende” wurde vom “Bundes-Chamäleon” anlässlich des Reaktorunfalles in Fukushima/Japan getroffen, obwohl zwischen der japanischen und der deutschen AKW-Technik keinerlei Gemeinsamkeiten bestehen, weshalb das, was in Fukushima geschah, bei uns nicht möglich gewesen wäre.

Was allerdings bleibt, ist die potentielle Gefahr, die von Kernkraftwerken ausgeht, weil es nirgendwo eine wirklich 100%ige Sicherheit geben kann, was dann zu der spontanen Überreaktion führte, nachdem man bis dahin vollmundig auf die Kernkraft gesetzt hatte. Was mich bis heute verwundert ist, dass dieser eigenmächtigen Entscheidung von keiner Seite widersprochen wurde. Wenn stattdessen, wie in Zeiten absolutistischer Herrscher, “widerspruchslos gehorcht” wird – und das ist mittlerweile kein Einzelfall geblieben – müssen Zweifel am Verstand der Verantwortlichen aufkommen.

War denn das “Chamäleon” überhaupt berechtigt, nach Gutsherrnart den Ausstieg aus der Kernenergie zu verkünden, zumal sie bis kurz davor vehement für die Kernenergie eintrat und man sich darauf verließ?

Vermutlich ging es darum, den in utopischen Vorstellungen befangenen Grünen entgegenzukommen, die schon immer Ängste vor der Atomkraft geschürt hatten. Das führte dann auch dazu, dass in Deutschland hinsichtlich der herkömmlichen Kernkraft keine weiteren Forschungen mehr betrieben und auch keine diesbezüglichen Studiengänge mehr angeboten werden. Ansatzweise befasst man sich aber mit der Kernfusion.

Offenbar erfolgen Forschungen auch hier nach ideologischen Vorgaben. Für eine Industrienation ist das untragbar. Die der Energiewende zugrunde liegende, wenig durchdachte Vorstellung ist die, sich vollständig von der Kernenergie und den fossilen Brennstoffen zu lösen, um sich vollständig auf die Sonne als Energielieferantin zu verlassen, die Energie in Hülle und Fülle, und dazu “völlig umsonst”, liefert.

Wobei die Sonne ihre gewaltige Energie aus Kernkraft, in Form der Kernfusion, gewinnt. Bei uns wird hier nur ansatzweise geforscht, wobei in Frankreich, als internationales Gemeinschaftsprojekt, der Forschungs-Kernfusionsreaktor ITER gebaut wird, der bis 2025 fertig sein soll.

Wenn die Kernfusion gelingt, hätte man eine unerschöpfliche Energiequelle, bei der als “Abfall” nur Wasser anfiele. Die zur Kernfusion benötigte Temperatur liegt allerdings zwischen 50 und 200 Millionen Grad Celsius. Im Labor wurden solche Temperaturen schon erreicht. Vermutlich wird man aber auch hier darauf warten können, bis sich die ersten Panikmacher melden.

Bei uns werden Kernkraftwerke abgerissen und aus der Kohle ausgestiegen, um dafür Solarzellenfelder anzulegen und in großer Zahl Windräder aufzustellen. Auch der Wind ist letztlich Sonnenenergie, weil dieser Luftdruckunterschiede ausgleicht, die durch unterschiedliche Sonneneinstrahlung in der Atmosphäre entstehen. Und selbst in fossilen Brennstoffen, das Holz eingeschlossen, ist Sonnenenergie gespeichert.

Die Idee mit der “erneuerbaren Energie” ist natürlich sehr gut – jedenfalls in der Theorie – und da beginnt das Problem, das an die scherzhaft gestellte Frage, “was ist Theorie?” und die dazugehörige Antwort, “wenn etwas klappen soll und klappt doch nie”, erinnert.

Der Begriff “Erneuerbare Energie” ist übrigens Unsinn, weil Energie nicht erneuert, sondern immer nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden kann. Die Physik kennt hier das Gesetz von der Erhaltung der Energie. Und tatsächlich können, trotz aller Schönrechnereien, Gefälligkeitsstatistiken, vollmundiger Propaganda und immenser Kosten, insbesondere für die Verbraucher, die “erneuerbaren Energien” die bisherigen Kraftwerke nicht ersetzen und werden es vermutlich auch künftig nicht können. Deutschland ist vielmehr weit abgefallen und hat seine anfängliche Vorreiterrolle verloren. Und der Ausbau erneuerbarer Energien ist derzeit rückläufig.

Wie ist das alles zu bewerten?

Elektrische Energie ist für uns so lebensnotwendig wie die Luft zum Atmen! Ohne Strom bräche in einer Industriegesellschaft, die selbst für die einfachsten Verrichtungen mit Computern, Elektronik und Elektromotoren vollgestopft ist, alles zusammen. Auch E-Autos, die schon jetzt alles andere als vollkommen sind, könnte man sich abschminken. Man muss den Eindruck haben, dass hierzulande Traumtänzer und weltfremde Ideologen, deren Aktivitäten an Sabotage grenzen, das Sagen haben.

Zum Glück phantasiert man nicht überall in dem Maße, wie es hierzulande üblich geworden ist, weshalb man noch auf Stromimporte aus dem Ausland zurückgreifen kann, wo man hinsichtlich bisheriger Kraftwerkstypen, anders als bei uns, nicht nur keinerlei Bedenken hat, sondern solche weiterhin im Bau und in Planung sind.

In der JUNGEN FREIHEIT Nr. 21/29, vom 17.05.2019 erschien unter der Überschrift: “Atom ist das neue Grün – Der Dual-Fluid-Reaktor ist ein möglicher Ausweg aus der verkorksten Energiewende”, ein großer Beitrag von Karsten Mark, der sich auf die Aussagen des Aufsichtsratsvorsitzenden des Industriekonzerns Linde AG, Wolfgang Reitzle, beruft, dem wohl, nicht zuletzt wegen der “Klima-Greta”, der Kragen geplatzt ist.

Die Lösung für das Energiewende-Problem hat der Leiter des Berliner Instituts für Festkörper-Kernphysik (IFK Berlin gGmbH), Armin Huke, präsentiert. Der Zwei-Flüssigkeiten-Reaktor, ein neuartiger Kernreaktor der Generation IV, soll sämtliche Sicherheitsprobleme bisheriger Kernkraftwerke beseitigen. Dazu auch noch das Problem des über Hunderttausende von Jahren strahlenden Atommülls lösen, und das zu einem Strompreis von 1 Cent pro Kilowattstunde, wobei der Preis noch weiter sinken könnte.

Ich will mal versuchen, die Funktionsweise des Dual-Fluid-Reaktors, für den das Berliner Institut bereits ein internationales Patent hat, zu beschreiben. Es handelt sich um einen schnellen Brutreaktor, der überwiegend mit günstigem Thorium oder natürlichem Uran, statt mit aufwändig angereichertem Uran betrieben wird und statt mit festen Brennstäben mit einem nuklearen Brennstoff in einer flüssigen Salzschmelze funktioniert.

Anstelle von Wasser wird die Wärme mit flüssigem Blei aus dem rund 1000 Grad heißen Reaktorkern abgeführt, wobei das Blei die radioaktive Strahlung absorbiert. Der Reaktor ist so konstruiert, dass er sich praktisch selbst reguliert, wobei bei zu hoher Temperatur solange keine Kettenreaktionen mehr stattfinden, bis sich das System wieder auf die optimale Temperatur eingependelt hat.

Unfälle wie in Tschernobyl und Fukushima sind damit ausgeschlossen. Der Reaktor kann sogar noch den radioaktiven Atommüll maximal verwerten, und was dann noch übrigbleibt, hat eine Abklingzeit von 100 bis maximal 300 Jahren. Ob sich ein solches Projekt aufgrund der German-Angst, verbunden mit der ständigen Pflege von Bedenken, verwirklichen ließe, ist eine andere Frage.

Aber wenn nicht bei uns, dann werden solche Anlagen anderswo gebaut, von wo wir dann, für teures Geld, unseren Strom importieren.

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?

Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? (Markus 4, Vers 40)

Diese Fragen müssen wir uns immer wieder stellen lassen! Aber stimmt es, dass gläubige Menschen keine Furcht haben? Natürlich haben auch gläubige Menschen jede Menge Befürchtungen. Aber Furcht und Ängste behindern und lähmen uns und führen in die Irre. Und da ist es erwiesenermaßen so, dass eine gottlose Gesellschaft, die keinen Halt im Glauben hat, für Ängste und Befürchtungen noch mal besonders anfällig ist, weil sie keine Kraft aus dem Glauben und dem Vertrauen auf Gott schöpfen kann.

Das ist auch bei uns gut zu beobachten. Man glaubt dann die Natur in Gestalt des Klimas, das es nur rein statistisch in Form abstrakter Werte gibt, die so in der Natur nirgendwo verwirklicht sind, steuern zu können. Was es tatsächlich gibt, ist das Wetter, und das beherrschen wir in gar keinem Fall und damit auch nicht die sich daraus ergebenden Mittelwerte, die man als “Klima” bezeichnet.

Die “Verhinderung der Klimakatastrophe” ist deshalb entweder Aberglauben in Reinform oder mangelndes Faktenwissen, aus dem dann auch die utopischen Vorstellungen in Sachen Energiewende erwachsen und Auswege nicht mehr erkennen lassen.

Wir wollen unser Vertrauen auf Gott aber nicht wegwerfen, sondern hoffen, dass die Vernunft irgendwann wieder die Oberhand gewinnt.


Dieser lesenswerte Beitrag erschien zuerst auf dem Blog von Peter Helmes – www.conservo.wordpress.com


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