Politik

Pädokriminalität, Ermittlungspannen, Behördenfehler, lasche Justiz: Chronik des Kindesmissbrauchs-Skandals in Lügde (+Video)

31. Juli 2019

Der Kindesmissbrauch-Skandal in Lüdge zeigt den wahren Horror: Pädokriminalität, Ermittlungspannen, Behördenfehler und eine lasche Justiz! Schützt endlich unsere Kleinen vor den Kinderschändern!

Der Missbrauchsfall Lügde ist ein unfassbarer Fall des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Produktion und Verbreitung von Kinderpornografie in Lügde in Nordrhein-Westfalen. 

Tatort war ein Campingplatz im Ortsteil Elbrinxen zwischen Anfang 2008 und Dezember 2018. Die Staatsanwaltschaft Detmold geht von 1000 Einzeltaten innerhalb von rund 10 Jahren aus. Der Fall wurde am 29. Januar 2019 von den Ermittlungsbehörden öffentlich bekannt gegeben.

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 Zudem weitete sich der Fall zu einem Polizeiskandal aus

Am 27. Juni 2019 begann der Prozess gegen die drei Angeklagten vor dem Landgericht Detmold und alle räumten die Taten am ersten Verhandlungstag ein.

Zwei der Tatverdächtigen, ein 56-jähriger Dauercamper aus Lüdge und ein 34-jähriger aus Steinheim, sollen über viele Jahre hinweg Jungen und Mädchen teilweise schwer sexuell missbraucht haben.

Einige der Gewalttaten filmten sie laut Staatsanwaltschaft. Die jüngsten Opfer sollen im Kindergartenalter gewesen sein.

Nachdem der Missbrauchsfall bekannt geworden war, wurden in der Folgezeit eine ganze Reihe von Ermittlungspannen und Behördenfehlern offenkundig.

Unter anderem verschwand bei der Polizei Lippe Beweismaterial. Auch das Verhalten von Jugendämtern im Tatzeitraum wurde deutlich kritisiert.

Ein Angeklagter, Heiko V., wurde vor wenigen Tagen NUR zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt!

Er wurde unter anderem der Anstiftung zu schwerem sexuellen Kindesmissbrauch schuldig gesprochen. Außerdem muss sich der 49-Jährige aus Niedersachsen einer Therapie unterziehen.

Obwohl die vorsitzende Richterin erklärte, dass die Taten „schäbig und menschenverachtend“ gewesen sind, blieb das Gericht mit dem milden Strafmaß unter der Forderung der Staatsanwaltschaft einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Damit wäre eine Bewährungsstrafe nicht möglich gewesen.

Heiko V. soll zwischen 2010 und 2011 in mindestens vier Fällen an Webcamübertragungen beim Missbrauch von Kindern auf dem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen teilgenommen, dabei sogar Anweisungen gegeben und sich vor den Augen des Kindes selbst befriedigt haben.
Außerdem besaß er kinderpornografische Fotos und Videos (rund 31.000 Fotos und 11.000 Videos (!) wurden bei ihm gefunden.
Allerdings hatte er den Campingplatz, wo die Kinder missbraucht wurden, nie betreten.

Trotz allem urteilt die „Luschen-Justiz“ mit dieser Kuschelstrafe!

Unfassbar!

Wenn Sie Steuern hinterziehen, werden Sie wohl härter bestraft!

Übrigens: Der Prozess gegen die beiden Hauptverdächtigen wird am 1. August fortgesetzt.

Man darf gespannt sein, welche lächerlichen Strafen die Pädokriminellen erhalten werden.

Die Lippische Landes-Zeitung hat den Fall vom Beginn der ersten Pressekonferenz an begleitet und filmisch festgehalten. Der Film dokumentiert das perfide Vorgehen der mutmaßlichen Täter, aber auch die tragische Rolle der Behörden.


Guido Grandt – Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors www.guidograndt.de


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