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Politik & Aktuelles

Yücel wirft Merkel Verrat vor – Pack schlägt sich, Pack verträgt sich

20. März 2018

Da hat der „deutsche“ Goldjunge, der großartige Journalist Deniz Yücel, aber mal Tacheles geredet und mit dem Finger gedroht. Weil Merkel – getrieben von der Flüchtlingskrise – der Türkei Zugeständnisse gemacht habe, sei das Verrat, schwadroniert der Türke jetzt öffentlich. Zudem habe Merkel Zugeständnisse bezüglich der Aufnahme der Türkei in die EU gemacht. Mal ganz ab gesehen davon, wer hier recht hat, ist es erstaunlich, dass sich ein dahergelaufener Journalist erdreistet zu behaupten, er wisse von Abmachungen zwischen Erdogan und Merkel. Er saß zu dieser Zeit doch in türkischer Haft, heulte Tag und Nacht in sein Taschentuch, möchte man annehmen. Oder sollte der Mann zu einer besonders abscheulichen Sorte Mensch gehören, die Politik mit dem eigenen „Schicksal“ macht?

Auch wenn die Bundesregierung den in der Türkei des Terrors verdächtigen Mann nur aus Berechnung aus der Haft losgeeist hat, sollte der nicht so große Töne spucken. Das passt allerdings ins Bild der neuen Bundesregierung: Sie ist kurz nach dem Start schon zerstritten. Mal ist es Seehofers „Heimatpolitik“, die besagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland (in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit), mal ist es die Abtreibungspolitik von Jens Spahn, die von der SPD kritisiert wird.

Da kann man sich nur an den Kopf fassen oder vor Lachen biegen. Wie soll eine solche „Bundesregierung“ eigentlich die Interessen der Bevölkerung vertreten? Das kommt mir vor wie in einem Sandkasten, wo die Kleinen sich ums Förmchen zanken. Und das ist erst der Anfang. Die Kleiko schafft sich selber ab, macht sich unmöglich, ist nicht tragbar und schafft Unfrieden in Deutschland.

Aber Seehofer wird schon klein beigeben, wartet nur ab, bis die Bayern-Wahl vorüber ist, dann beteiligt er sich genauso an der Zerstörung Deutschlands wie die restliche Regierungsbande. Nur: Im jetzigen Zustand wird diese Regierung im Amt nicht alt, wie sie schon zu Beginn ein totgeborenes Kind war, womit wir wieder beim Thema „Abtreibung“ wären.

Das Ende der Kleiko – das habe ich schon vor einigen Wochen prophezeit – kommt nicht über internationale Krisen, sondern über ein eher nebensächliches Thema. Ich schätze, dass wir in einem halben Jahr wieder zur Wahlurne gehen. Ich habe übrigens nichts dagegen, denn ich weiß schon jetzt, wem ich meine Stimme gebe. Jenen, denen ich auch im September meine Stimme gab…


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