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Zum Prozess Mordfall Maria L. – zwischen Gerechtigkeit und Political Correctness

6. September 2017

Auf dem Bild, das man im Internet findet, ist Maria Ladenburger ein vor Lebensfreude sprühendes, bildhübsches Mädchen. 19 Jahre ist sie alt, ungeschminkt, unschuldig, fast noch kindlich, ein entzückendes, junges Wesen. Sicherlich die Freude ihrer Eltern Sie lacht, ungekünstelt, aus vollem Herzen, die langen, weichen Haare umspielen ihre zarten Gesichtszüge. Sie studierte Medizin. Ein junges, hoffnungsvolles Leben,.

Sie war in der Nacht vom 16. Oktober 2016 auf dem Fahrrad unterwegs, auf dem Weg nach Hause von der Studentenparty „Big Medi Night“ im Universitäts-Institutsviertel. Sie kam nicht mehr daheim an.

Am nächsten Tag, es mutet schon wie die Eingangssequenz eines Fernsehkrimis an, eine Joggerin läuft auf dem Weg an der Dreisam entlang. Sie sieht etwas im Wasser. Es ist die Leiche von Maria L. Sie ist im Fluss ertrunken. Abblende.

Leider ist es kein Krimi. Die Spurensicherung und Gerichtsmedizin stellt schnell fest, das junge Mädchen ist Opfer eines Sexualtäters geworden. Sie wurde grausam ins Gesicht und in die Brüste, den Bauch und die Vagina gebissen, gewürgt und brutal vergewaltigt. Nachdem sich der Täter genug an ihrem jungen, zarten Körper bedient hatte, warf er das unter der Qual bewusstlos gewordene Mädchen einfach in den Fluss. Nach all der Aufregung um das Wort „entsorgen“: Hier wurde wirklich ein armes, wehrloses Menschenkind benutzt, zerstört, entsorgt.

Sie hätte das Martyrium sogar überleben können, stellte das Gericht im ersten Tag des Prozesses fest, wenn der Täter sie nicht … ja, eben einfach in den Fluss entsorgt hätte. Wer tut sowas? Wer tut so etwas unglaublich Triebhaft-Grausames einem so wehrlosen, lieben, halben Kind an?

Die Tat erschütterte die hübsche, alte Universitätsstadt Freiburg. Hier leben viele Akademikerfamilien und sehr viele junge Menschen, sie studieren hier. Die nahe Grenze zur Schweiz macht die idyllische Stadt zu einem Anlaufpunkt für Immigranten, die vor Italiens Küsten aus dem Mittelmeer gefischt wurden. Sie kommen über die Schweiz nach Deutschland, und hier ist Freiburg die erste Großstadt. Die Kriminalität explodiert. Es gibt Probleme, aber die grün-ideologische Atmosphäre sorgt für eine politisch korrekte Omerta, erstickt alles in Schweigen. Doch sogar der links-antifaschistische „White Rabbit Club“ sah sich im Januar 2016 gezwungen, wegen der Gewalt und der sexuellen Übergriffe auf Frauen, Asylanten den Eintritt zu Veranstaltungen zu verweigern. Die Begründungen sind ein schmerzliches Um-den-heißen-Brei-tanzen, um nur ja nicht rassistisch zu klingen.

Bei all dem Entsetzen über den Mord klingt in den sozialen Medien immer wieder die große Besorgnis der Gutmenschen durch: „Hoffentlich war es kein Flüchtling!“

Und die Gutmenschendichte ist hier sehr hoch. Maria war in ihrer Unerfahrenheit und dem noch als kindlich zu bezeichnenden Glauben an das Gute im Menschen bereit, für andere Menschen Gutes zu tun. Gutherzigkeit und Ahnungslosigkeit und eine moralisch überfrachtete, verantwortungslose „Refugees welcome!“-Medienpropaganda trugen sicher dazu bei, dass Maria sich als aktive Flüchtlingshelferin engagierte. Der Gedanke, wie gutherzig, freundlich, liebevoll und grenzenlos naiv Maria das Gute wollte und tat, kann einem das Herz zerreißen. Und ich schäme mich nicht, hier zu sagen: Möge Gott sie auf der anderen Seite für ihre Gutherzigkeit belohnen.

Der Fall hat einige Brisanz. Maria war nicht nur Flüchtlingshelferin in einer so „Welcome Refugees“-beseligten Stadt voller Gutmenschen und Migranten, sie war auch die Tochter eines hohen EU-Beamten: Herr Ladenburger ist Vertreter des Zentralkomitees der Katholiken und Mitglied des juristischen Dienstes der Europäischen Kommission. Er war ein Befürworter der Aufnahme von Flüchtlingen. Bei der Beerdigung seiner Tochter in der Nähe von Brüssel bat die Familie, statt Blumen und Kränze zu bringen um eine Spende für das Freiburger Asylheim. Damals wies man in Freiburg den Verdacht, es könne ja ein Flüchtling gewesen sein, der die Tat begangen hat, als rassistisch weit von sich.

Man untersuchte lieber die DNA von allen möglichen männlichen Mitstudenten des Opfers.

Die Spurensicherung stellte einen schwarzen Schal am Leichenfundort sicher und fand ein 18,5 cm langes, rabenschwarzes Haar im Brombeergebüsch. Dieses Haar passte zu einem Mann, den man auf den Aufnahmen der Überwachungskamera der Straßenbahnlinie S1 gefunden hatte. Der Täter benutzte die S1 wieder und die Polizei konnte ihn am 2. Dezember festnehmen. Seine DNA war dieselbe, wie am Schal.

Der Täter, ein angeblich unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan. Hussein K. Sagt am ersten Prozesstag am Landgericht Freiburg umfänglich aus. Er ist kein unbeschriebenes Blatt, schon auf Korfu hat er ein Mädchen überfallen und die Klippe hinunter geworfen.

Er möchte am ersten Prozesstagnachmittag, dass die Zuschauer hinausgehen müssen, er möchte nicht vor anderen aussagen. Das Gericht gibt dem Wunsch des Angeklagten nach.

Er gab bei seiner Verhaftung an, 17 Jahre alt zu sein. Gerichtssachverständige schätzen ihn auf mindestens zweiundzwanzig Jahre. Und tatsächlich, das Geschachere um Jugendstrafrecht oder nicht, wird eröffnet. Und weil die Zweifel an seinem Alter nicht ausgeräumt werden können, wird er nun doch nach Jugendstrafrecht angeklagt.

Zehn Sachverständige sind geladen, einige befassen sich mit der Altersbestimmung, ein psychiatrischer Sachverständiger wird die Schuldfähigkeit beurteilen und ein Gutachten wird sich mit der Gefährlichkeitsprognose beschäftigen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Hussein K. In Sicherungsverwahrung genommen werden wird.


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