Politik & Aktuelles

Machtspiele an der Waterkant mit Zeichen für Berlin

8. August 2017

Die Sozen sind fuchsteufelswild und wollen der Ex-Grünen Twesten im hohen Norden am liebsten ans Leder, weil sie die grün-rote Koalition hat platzen lassen. Die Genossen stehen inzwischen mit dem Rücken zur Wand. Bei ihrem schäumenden Gebaren gegenüber der CDU ist auch eine große Koalition im Bund ab September mehr als fraglich. Es geht um die Causa Elke Twesten, eine grüne Abweichlerin, die jetzt  zur CDU überwechselte.

Und die Sozen argumentieren, der Wählerwille sei missachtet worden. Liebe Leute, dieser Wählerwille ist nicht in Stein gemeißelt und unterliegt Änderungen. Wenn die Regierung gegen das Volk agiert, ist die Regierung eben dran. Es glaubt doch kein ernstzunehmender Mensch, bei Neuwahlen würde die SPD als strahlender Sieger hervorgehen, Ihr hoffnungslosen Träumer.

Betrachtet man die Leser-Kommentare in den Zeitungen, sieht die Sache schon ganz anders aus. So schreibt einer z.B.: Wer weiß da angeblich, was die Wähler wollen?

„Twestens Wechsel bringt wohl genau die Konstellation, die die Wähler nicht wollten“ heist es in einem Bericht des Focus – das ist doch Blödsinn, die Wähler wünschen sich endlich mehr Abgeordnete mit Eiern in der Hose, die sich wirklich einzig ihrem Gewissen verpflichtet fühlen und auch so handeln! Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird herumsalbadert, dass die Abgeordneten nur ihrem Gewissen verpflichtet seien, aber wehe einer fühlt und handelt dann wirklich so, dann wird er sofort als Abweichler und Verräter verunglimpft, wo bitte soll da das demokratische Verhalten sein, Stegner, Schulz und all die anderen undemokratischen Pöbler?“

Da spricht einmal mehr eine Stimme aus dem Volk und empört sich nicht über den angeblichen Verrat der Abgeordneten, worin die SPD ja Meister ist, sondern über die SPD.
(Lesen Sie dazu auch Udo Schulzes kostenloses eBook „Volksverräter SPD – Eine Schande für Deutschland)

Das mindert die Chancen, als kleiner Partner in der kommenden Bundesregierung zu fungieren, noch erheblicher als vor dem Fall „Twesten“, denn wer will mit einer Partei koalieren, die den potentiellen Partner des Verrats bezichtigt.

Das ist inzwischen das traurige Credo der SPD: „Wir bestimmen, was Demokratie ist und wer da nicht mitmacht, ist unser Feind.“

Da haben sie sich aber gründlich verrechnet, die Genossen – und stehen am Ende mit dem Rücken zur Wand.

 

Bild: Die Flagge von Jamaica – auch die Farben der der neuen Koalition nach der Bundestagswahl?


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